Campus Golm

Seit Juni 2014 werden zwei Flächen am Campus Golm nach dem unter Konzept geschilderten Aspekten gepflegt und damit zu Langgraswiesen umgewandelt. Zurzeit befindet sich das Projekt auf dem Campus in der Probephase bis Ende 2016. Die ausgewählten Modell-Flächen sollen im Laufe der Zeit durch zusätzliche Flächen der Universität erweitert werden; das ist vor allem auch Fokus des diesjährigen Teams an Student*innen.

Wir verfügen über eine Kooperation mit der Universität Tübingen, die das Projekt in ähnlicher Form bereits seit 2010 erfolgreich durchführt und mit zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten die positiven Auswirkungen des Mahdprogramms auf die biologische Diversität belegen. Auch bei unserem Projekt sollen wissenschaftliche Arbeiten, wie Monitoring, die Auswirkungen der Pflegemaßnahmen im Laufe der Zeit dokumentieren.

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Fläche auf dem Campus Golm (grün)

Nördliche Fläche

Zwischen Haus 25 und 26 befindet sich eine sehr langgestrecke Fläche, die bereits im Startjahr 2014 einen mageren Eindruck machte. Hier sollen sich durch die neuen Mahdverhältnisse in den nächsten Jahren noch einige Arten hinzugesellen. Bis auf die zweischürige Mahd, wird die Fläche nicht weiter verändert und kann in Ruhe wachsen und gedeihen. Erste Ergebnisse werden für 2016 erwartet und befinden sich bereits in Bearbeitung.

Seit dem Sommersemester 2017 hat sich an diesen Flächen die Kartäuser Nelke (Dianthus carthusianorum) angesiedelt, welche viele Schmetterlinge anlockt und mit Nektar versorgt.

Mittig gelegene Fläche am Golmer Löschteich

Recht zentral auf dem Campus Golm befindet sich der Löschteich mit anschließender Wiese (westlich gelegen). Da hier viele Studierende vorbeikommen und die Wiese häufig als Liegewiese benutzen wird ein Teil der Wiese auch weiterhin als Liegewiese dienen, denn es ist keinem geholfen, wenn alle neuen Arten platt gelegen werden. Der andere Teil wird in eine Langgraswiese umgewandelt. Durch die Nähe zum Teich, in dem zahlreiche Frösche und Kröten leben, werden diese mithilfe der verringerten Mahdintervalle ebenfalls geschont. Die Fläche wird – neben der Mahd – in Ruhe gelassen und kann sich, wie auch die nördliche Fläche größtenteils von alleine entwickeln. Bereits im Startjahr 2014 konnten einige neue Arten gefunden werden; wir hoffen auf weitere in den Folgejahren.

Seit dem Sommersemester 2017 hat sich auch hier etwas getan, jedoch in der Fauna (Tierwelt), denn ein Sumpfrohrsängerpärchen ist eingezogen und ergänzt nun das Artenspektrum von Libellen und Teichhühnern in einer angenehmen Weise. Vielleicht kann der ein oder andere seine Näster zwischen den Schilfhalmen erspähen.

Süd-Östliche Fläche

Aus der Sitzung der UmwK (Umweltkomission) im November 2016 ging hervor, dass die Inititative Bunte Wiese ab dem kommenden Sommersemester 2017 Teile der Fläche bei Haus 3 betreuen darf.

Bei dieser Fläche müssen leider Abstriche eingehen, da die eine Hälfte Feuerwehrstellfläche ist und nicht zur Debatte steht. Auch die andere Hälfte ist nicht ganz einfach zu händeln, da es sich um eine sogenannte Sickermulde handelt, die in 15 cm Bodentiefe technisches „Zeug“ aufweist, weshalb dort weder technisch gemäht (Rasenmäher) noch gegraben werden darf; dafür können aber Samen ausgesäht werden.

Durch ihre recht kleine Fläche, könnte die Pflege auch von der Initiative übernommen werden. Näheres ist derzeit (2016) noch nicht bekannt. UPDATE: Im Sommersemester 2017 durfte die Initiative die Mahdgutberäumung der Flächen an Haus 3 übernehmen und somit aktiv an der Gestaltung der Fläche Teil haben. Solche Aktionen sind für die Zukunft öfter geplant und stellen einen Ausgleich zur sonst recht umweltbildungslastigen Arbeit dar.

Alles in allem waren Lisa und Verena am 11.10.2017 gut 2.5h damit beschäftigt auf der Hauptfläche Haufen zu bilden und auf der Nebenfläche die Hälfte zusammen zu rechen, bevor der Regen kam.

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