freiLand

In Kooperation mit dem „freiLand“ in Potsdam wurden im April 2015 zwei größere Flächen (siehe Karte, schwarz markierte Bereiche) bearbeitet. Diese liegen  nahe des Potsdamer Hauptbahnhofs an der Friedrich-Engels-Straße.

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Östliche Fläche

Anders als auf dem Gelände der Universität war die östliche Fläche stark mit nur wenigen Arten zugewachsen; insbesondere Brennnessel und Miere beherrschten das Bild. Eine bloße Mahd zur Veränderung der Artengemeinschaft hätte hier nicht ausgereicht, da die vorhandenen wenigen Arten bald wieder alles überwachsen hätten. Zudem fehlten im näheren Umland artenreiche Flächen, die diese über die Zeit hinweg mit Samen (per Luftpost) hätten versorgen können.

Wir hatten uns daher entschieden diese Fläche von den Brennnesseln, sowie von den großen Mierenteppich zu befreien und sie anschließend einmalig umzugraben – alles per Hand versteht sich.

Danach wurde auf der Fläche Saatgut des Zulieferers Rieger-Hofmann Gmbh eingesät, welches wie bereits erwähnt regionale Arten beinhaltet. Die Samen wurden nach der Aussaat gut gewässert und angetreten. Einige Samen hatten wir noch aus Altbeständen zusammen gekratzt und unter die neuen gemischt. Links im Bild die Fläche nach der Bearbeitung, rechts im Bild Anfang Mai 2015 vor der Bearbeitung.

Ein paar Arten, die bereits vorher auf der Fläche waren, konnten im Laufe der folgenden Wochen wieder hochwachsen. Da natürlich auch diese Arten bis zu einem gewissen Grad gerne gesehen sind, sollen sie ebenfalls auf der Fläche verbleiben. Sollte sich jedoch eine Art wieder zu stark ausbreiten, musste sie erneut in ihrem Bestand reduziert werden, bis die eingesäten Arten groß genug sind, um eine ausgeglichene Konkurrenz gewährleisten zu können.

Nördliche Fläche

Die nördliche Fläche auf dem Gelände des freiLand konnte schon zu Beginn mit mehr Arten aufwarten, wenngleich auch hier das Arteninventar eher dürftig war und sie eher einer Rasenfläche glich.

Die Fläche wies jedoch einzelne, größere, wenig bewachsene Flecken auf, sodass wir uns hier entschieden hatten, diese Flecken weiter mit der Harke und Co. auszudehnen, anstatt alles umzugraben.  In die entstandenen Lücken konnte nach ordentlichem Angießen ebenfalls Samengut eingesät werden, sodass das Gesamt-Arteninventar auch hier erhöht wurde.

Die damaligen Lücken (Anfang Mai 2015) in der Fläche werden sich hoffentlich im Laufe des Jahres  2015 schließen, sodass spätestens 2016 und vielleicht schon Ende diesen Jahres die ersten neuen Arten blühen werden. (Stand Mai 2015)

Erste Erfolge: Durch den Regen Ende April 2015/Anfang Mai 2015 keimten die ersten Samen bereits auf. Wenn die Wetterlage so bleibt (warm und feucht), können die Flächen bald sich selber überlassen werden – bis auf die Mahd natürlich.

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