Heide-Nelke

 

wiss. Name: Dianthus deltoides
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)

Trivialnamen: u.a. Blutströpflin, Donnernelke (Schlesien), Feldnägelein (Tirol), Flättchen (Eifel bei Dreis), Dondernäglein (Thüringen), St.christofferusblume, Vieruhrenblume (Eifel bei Daun)

Blütezeit: Juni – September
Standort: Flach- bis Hügelland, unterhalb 700 m NN, Sandtrocken- und silikatmagerrasen, kalkmeidend
Verbreitung: Eurasien, eingeschleppt in Nordamerika

Merkmale:

  • ausdauernde, krautige Pflanze
  • kurzer, behaarter Stängel am Grund verzweigt, gegenständige, dicht behaarte Blätter
  • gestielte Blüten (einzeln oder wenige rispige Blütenstände), gynodiözisch (Zwitter, bzw. reinweiblich oder – männlich)
  • Hochblätter mit Granne, Blüten radiärsymmetrisch, fünfzählig, doppelte Blütenhülle
  • pupurne Kronblätter mit weißer Punktierung und dunklem Ring, randständig gezähnt
  • 10-40 cm hoch

Ökologie:

  • einheimisch
  • Hemikryptophyt bzw. krautiger, wintergrüner Chamaephyt
  • oligophage Futterpflanze für Raupen der Karthäusernelken-Kapseleule (frisst nur diese Pflanze)
  • oberirdische Ausläufer und kriechende Stängel
  • Kältereiz für Keimung nötig
  • Blütenaufbau gleicht dem der Tagerfalterblumen (aufrecht, leuchtende Färbung, enger Röhrenbau, tief verborgener Nektar), Blüten schließen sich ca. ab 20 Uhr

Gefährung: in Deutschland nicht als gefährdet an gesehen, jedoch besonders geschützt nach BNatSchG (Quelle), in einigen Bundesländern auf der Roten Liste der Gefäßpflanzen (Berlin: Vorwarnliste)

Wissenswertes:

  • Blume des Jahres 2012 (Stiftung Naturschutz Hamburg)
  • Gartenvariation: weiße, rosafarbene, rote und gefüllte Sorten

 

Quellen: Naturgucker , FlorawebUrbanität & Vielfalt

 

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