perspektive n

Allgemein

2016 erblickte die Debattenreihe perspektive n das Licht der Welt. Die Reihe soll Impulse für nachhaltige Entwicklung an Hochschulen setzen und die hochschulischen Akteure statusgruppenübergreifend ins Gespräch bringen. Das Format öffnet einen Raum, um den aktuellen Stand an der jeweiligen Hochschule aufzugreifen, Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Engagierten und Entscheider_innen zum gemeinsamen Handeln zu motivieren. Ziel ist es, perspektive n an möglichst vielen Hochschulen in Deutschland mit unterschiedlichen Kooperationspartnern auszurichten.

Quelle: netzwerk n e.V.


Perspektive n an der Universität Potsdam

Flyer

Am 05. Juli 2018 ab 17.00 Uhr geht es auf dem Campus Neues Palais in der oberen Mensa ans Eingemachte. Von SiNC organisiert soll konstruktiv über

Themen_Sketch

Nachhaltigkeit an der Universität Potsdam diskutiert werden. Dabei wird es primär um die Themen Verkehr, Ressourcenverbrauch, und den Block Betrieb, Governance und studentisches Engagement gehen (Ausformulierung).

Mit dem Format der Fishbowl-Diskussion sollen, wie unten ausführlich beschrieben, die Barrieren zwischen dem „Podium“ und „Publikum“ abgebaut werden, sodass ein Austausch auf Augenhöhe stattfinden kann.

Es werden neben den festen Diskutanten (siehe weiter unten) des Podiums auch Gäste aus relevanten und fachübergreifenden Institutionen und Gremien eingeladen.

perspektive-n_Logo-2

Darüber hinaus freuen wir uns, wenn sich zahlreiche interessierte Studierende und Mitarbeitende finden, die aus unserer Sicht im Unialltag doch die besten Erfahrunen im Bereich Initiativen-Arbeit sammeln können.

  • Prof. Oliver Günther (Präsident UP)
  • Johannes Geibel (Mitglied im beirat n, Nationale Plattform im Weltaktionsprogramm BNE)
  • Prof. Dr. Ursula Gaedke (Professorin UP)
  • Katrin Schneider (Verkehrskommission UP)
  • Angelika von Pressentin (Studentin UP)

Weiterhin wurden folgende Personen eingeladen, die stellvertretend für Gremien, Institutionen, Kommissionen oder andere Statusgruppen essenziell für eine konstruktive Diskussion zum Thema Nachhaltigkeit an der UP sind:

  • Herr Ehrlich (Studentenwerk, Leitung Mensa Neues Palais)
  • Herr Gutewort (Studentenwerk, Leitung Cafeteria Neues Palais)
  • Herr Lepszy (Universität Potsdam, Fachbereich Abfall) – anwesend
  • Frau Jaensch (Universität Potsdam, Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung) – vermutlich terminlich verhindert
  • Herr Gerlof (Universität Potsdam, Kanzler) – leider terminlich verhindert

Ablaufplan

Neben den expliziten Personen in und an der Universität Potsdam ist es uns ein großes Anliegen ein möglichst breites Feld an Interssenten, Impulsgebern und aber auch zum Teil beteiligten Parteien abzubilden, weshalb auch Firmen und Organisationen eingeladen sind zu kommen:

  • nextbike
  • foodsharing
  • Verkehrsbetriebe Potsdam und die Stadtwerke
  • Stadt Potsdam
  • Umweltkommission und FSR BCE
  • Hochschulgebäudemanagement (HGP)
  • NABU und BUND Potsdam

Dazu kommt das seit dem Wochenende der grobe Ablaufplan steht – grob deshalb, weil die Anliegen des Publikums ausschlaggebend für die konkreten Themen sein sollen.

So beginnen wir wie üblich mit einer kurzen Vorstellungsrunde, die übergehen wird in eine Themeneinleitung. Darauf folgt ein interaktives Wake-Up in Form der ersten Murmelrunde und schließlich die beiden großen Themenblöcke Betrieb und Governance (die Moderation nutzt die beiden um alle unsere Themen unterzubringen). Den Abschluss macht dann die zweite Murmelrunde mit get-together.


Weitere Informationen

Es geht darum auf Augenhöhe miteinander zu diskutieren und die die Barriere zwischen „Podium“ und „Publikum“ aufzubrechen. Dafür werden alle Stühle lose aufgestellt und lediglich in der Mitte des Raumes ein Halbkreis für das „Podium“ gebildet. Damit dieses sich nicht zu sehr abgrenzt werden leere Stühle dazu gestellt, um dem „Publikum“ zu ermöglichen sich aktiv an der laufenden Diskussion zu beteiligen.

Eingeleitet wird die Veranstaltung mit einer kurzen Verständigung darüber, welche Inhalte und Themen und welche möglichen Visionen sich hinter nachhaltiger Entwicklung an Hochschulen verbergen können. Darauf folgt dann die eigentliche „Fishbowl-Diskussion“, welche oben beschriebene Interaktion im Zentrum des Geschehens vorsieht. Die im Zentrum sitzenden Personen aus dem Publikum können jederzeit von anderen Personen wieder abgelöst werden.


Berichte

SpeakUP (Link)

Jede Einrichtung bezeichnet sich gern als nachhaltig und klimafreundlich – doch wie sieht die Realität an der Uni Potsdam aus? Damit beschäftigte sich am Donnerstag das Diskussionsformat perspektive n. Auf Einladung des Initiativenverbundes SINC debattierten fünf Universitätsvertreter_Innen über Erfolge und Defizite in Sachen Klimaschutz. Von Carolin Kulling.

Wie nachhaltig ist unsere Uni wirklich? Wo müssen wir uns verbessern und wo gehören wir schon zu den Vorreitern in Sachen Nachhaltigkeit? Diesen und weiteren Fragen widmeten sich am Donnerstag Vertreter_Innen der Universität Potsdam bei der Debattenreihe perspektive n. Das Diskussionsformat tourt seit 2016 durch deutsche Hochschulen und ruft die Teilnehmenden dazu auf sich in Hinblick auf die Nachhaltigkeit selbstkritisch zu betrachten. Die SINC – also die studentischen Initiativen für einen nachhaltigen Campus – holten das Projekt an die Uni Potsdam und ermöglichten damit einen interessanten Diskurs über die Themen wie Ressourcenverbrauch oder studentisches Engagement.

Diskutiert haben Universitätspräsident Prof. Oliver Günther, Johannes Geibel, der Mitglied im beirat n ist und der Nationalen Plattform im Weltaktionsprogramm BNE angehört, Prof. Dr. Ursula Gaedke, die sich mit dem Thema Ökologie auseinandersetzt, Katrin Schneider, die Vorsitzende der Verkehrskommission an der Uni Potsdam und die Studentin Angelika von Pressentin. Neben den Referent_innen konnten sich aber auch die Gäste zu den Themen einbringen und aus eigener Sicht schildern, wo unsere Uni noch Nachholbedarf hat.

Wie wichtig Nachhaltigkeit speziell an Hochschulen sei, betonte Prof. Dr. Gaedke gleich zu Beginn der Veranstaltung. “Wir müssen lehrendes Beispiel sein, immerhin bilden wir die Entscheidungsträger von morgen aus”, sagte sie in ihrem Eingangsstatement. Auch Prof. Günther unterstrich die Wichtigkeit der Thematik und sagte, dass sich der Gedanke an nachhaltiges Handeln durch alle Arbeitsbereiche zieht. Für eine derart junge Einrichtung, so Prof. Günther, sei die Universität Potsdam auch schon relativ gut aufgestellt, verbessern könne man sich aber immer.

Vieles läuft gut, bei vielem herrscht Nachholbedarf

Zu den positiven Entwicklungen an der Uni Potsdam zählten die Teilnehmenden, dass das Studienangebot nachhaltigkeitsbezogene Themen gut abdecke und dass die Bandbreite der Veranstaltungen sich stetig verbessere. Studierende können sich in verschiedensten Bereichen mit dem Themenfeld auseinandersetzen und sich beispielsweise im Master “Ökologie, Evolution und Nachhaltigkeit” ausbilden lassen. Außerdem habe man durch das Geoforschungszentrum (GFZ) einen wichtigen und starken Kooperationspartner in der Stadt.

Die anwesenden Studierenden lobten die Preisnachlässe der Mensa auf Getränke in Mehrwegbechern und die damit einhergehende Müllvermeidung sowie die regionalen Essensangebote. Zudem wurde die vom AStA initiierte NextBike-Kooperation angesprochen, dank der Fahrräder bis zu drei Stunden am Tag gratis genutzt werden können, neuerdings sogar in Berlin – ein Erfolg, dessen Ausmaß Prof. Günther überraschte. “Wird das auch wirklich genutzt?”, fragte er interessiert in die Runde.

Dass aber in Verwaltungsbetrieben wie einer Hochschule viel nachzuholen ist, betonten vor allem die anwesenden Universitätsmitarbeiter. Schon kleine Umstellungen, wie doppelseitiger Papierdruck, bessere Mülltrennung oder die Anschaffung von nachhaltigen Büromaterialien könnten viel verändern, doch oftmals fehle dazu die Initiative. “Verwaltungsbetriebe sind träge, man muss sich auf strikte Vorgaben einigen”, forderte Prof. Dr. Gaedke.

Spricht man über größere Dimensionen, also beispielsweise über Umbauten oder Sanierungen, mache die besondere Lage der Universität Potsdam leider oftmals Probleme: wegen des Denkmalschutzes muss auf nachhaltige Veränderungen teilweise verzichtet werden.

Zu wenig engagierte Studis

Zu weiteren positiven Beispielen für nachhaltiges Handeln zählten die Teilnehmer_Innen studentische Initiativen, allen voran die SINC: hier haben sich die Gruppen Bunte Wiese, Studium Oecologicum und UniSolar zusammengetan, um nachhaltige Interessen noch besser vertreten zu können. Beim Blick auf die Entwicklung von Hochschulgruppen im Allgemeinen müsse aber auch das zunehmend fehlende Engagement angesprochen werden, betonte Angelika von Pressentin: “Viele Studis gehen noch nur an den Campus, um sich ihre Credits im Hörsaal zu holen.”

Zwar gibt es viele Initiativen und Aktive in der Hochschulpolitik, doch seien diese oftmals über Jahre hinweg die gleichen Personen. Um engagierten Nachwuchs anzuwerben, müsse man über neue Wege nachdenken. So sollte man die Hochschulgruppen zum Beispiel in Seminare einbinden oder vonseiten der Universität an richtiger Stelle auch Geld in die Hand nehmen, forderten die Anwesenden. Je mehr Studis sich engagieren, desto mehr Veränderungen könne man am Campus auch bewirken.

Uni Potsdam in Zukunft klimaneutral und mit Green Office?

Wie man die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gezielt angehen kann, zeigt das Programm “klik” der Universität Kiel: Bis zum Jahr 2030 möchte die Einrichtung CO2-neutral werden. Ein fünfköpfiges Team arbeitet seit sechs Jahren an diesem Plan und schafft es so die Klimabilanzen stetig zu verbessern. Prof. Oliver Günther zeigte sich begeistert von der Aktion. “Ich könnte mir so etwas durchaus auch bei uns vorstellen!”, sagte er. Dazu müsse man allerdings abwägen, ob eine so große und auf vier Standorte verteilte Einrichtung wie die Uni Potsdam auch vergleichbare Möglichkeiten dazu habe.

Ein anderes Beispiel für den richtigen Umgang mit Nachhaltigkeit sind die “Green Offices”, die mittlerweile an zahlreichen Hochschulen vertreten sind. Hier werden Mitarbeiter speziell für “grüne” Themen angestellt und sind zudem erster Ansprechpartner für studentische Ideen, wie man den Campus noch umweltfreundlicher gestalten kann. Oftmals fehle nämlich gar nicht der Wille etwas zu ändern, sondern schlicht der Weg, auf dem man Ideen angehen kann.

Auch auf netzwerk n

Universitätszeitschrift Portal

Werbeanzeigen